Budestagsasusschuss für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit besucht Sudan

11. Oktober 2016 Bild vergrößern Die Mitglieder des Ausschusses für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit des Deutschen Bundestags, Frau Dagmar Wöhrl (Ausschussvorsitzende), Frau Claudia Lücking-Michel, Herr Johannes Selle und Herr Niema Movassat besuchten den Sudan, um Gespräche mit sudanesischen Regierungsvertretern zu Entwicklungsfragen und zu den Herausforderungen, die sich aus Migration am Horn von Afrika ergeben,  zu führen. Sie wurden in Khartum vom Sprecher der Nationalversammlung, Prof. Ibrahim Ahmed Omer, dem Minister für Internationale Zusammenarbeit, dem Präsidentenberater Ibrahim Mahmoud Hamid und anderen hochrangigen sudanesischen Regierungsvertretern empfangen. Bild vergrößern Während ihres Besuchs im Sudan hatten sie auch die Gelegenheit, Kassala im östlichen Sudan zu besuchen, und aus erster Hand die Aktivitäten zu sehen, die UNHCR, WFP und die Weltbank zur Unterstützung von Flüchtlingen und anderen gefährdeten Gruppen durchführen. Die Bundesregierung hat über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzielle Beiträge an UNICEF, UNHCR und WFP geleistet, um den wachsenden humanitären und entwicklungspolitischen Bedürfnissen von Flüchtlingen und anderer schutzbedürftiger Personengruppen in Kassala und in Gedaref gerecht zu werden. In einem weiteren Projekt mit der Intergovernmental Authority for Development (IGAD) wird die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an der Verbesserung von Dürre-Resilienz in der östlichen Region arbeiten und Projekte zur Berufsausbildung beginnen.

Die Delegation besuchte neben Kassala-Stadt, wo sie vom Gouverneur des Bundesstaates empfangen wurde, die Al-Goaz-Grundschule in der die Gemeinde Wad Al Helew, eine von über 500 verschiedenen lokalen Schulen, die durch das Weltbank-Programm zur Grundbildung unterstützt wird. Mit großzügiger finanzieller Unterstützung der „Global Partnership for Education“, zu der die deutsche Regierung ein starker Beitrag leistet, konnte die Weltbank in Kürze zwei Klassenzimmer und sechs Latrinen und einen Wassertank errichten. Im Bezirk Wad Al Helew besuchte die Delegation die Shagarab-Flüchtlingslager, die 35.800 Flüchtlinge, meist aus dem Nachbarland Eritrea und einige auch aus Äthiopien, beherbergen. Bild vergrößern UNHCR führt gegenwärtig Existenz- und Umweltprojekte in allen drei Lagern von Shagrab und in weiteren sechs Lagern im östlichen Sudan und in den umliegenden Gebieten durch. Mit einem Beitrag von 9 Mio. EUR aus Deutschland will das Dreijahresprojekt die Lebensgrundlagen von 2.500 ländlichen Haushalten und mehr als 35.000 Flüchtlingen verbessern, ebenso wie deren Kapazitäten natürliche Ressource besser zu managen.  Dazu gehören u.a. Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.