Überprüfungen sudanesischer Urkunden

Die Legalisation sudanesischer Urkunden wurde 2016 eingestellt.

Im Rahmen der Amts- bzw. Rechtshilfe kann die Botschaft im Einzelfall jedoch eine Überprüfung von im Sudan ausgestellten Urkunden veranlassen.

Ob eine Überprüfung erforderlich ist liegt im Ermessen der Behörde oder des Gerichts, wo die Urkunde zu Beweiszwecken verwendet werden soll. Von Privatpersonen kann eine Urkundenüberprüfung nicht veranlasst werden.

Die Inlandsbehörde kann in diesen Fällen ein entsprechendes Amtshilfeersuchen an die Botschaft richten. Dazu muss sie die ausländische Urkunde im Original beifügen, konkrete Fragen dazu übermitteln oder um eine allgemeine Überprüfung ersuchen und sich im Verhältnis zur Botschaft zur Übernahme der dabei entstehenden Auslagen bereit erklären, die sie an den Urkundeninhaber weitergibt.

Da die Botschaft die gewünschten Überprüfungen nicht mit eigenem Personal durchführen kann, stützt sie sich auf die Erkundigungen eines Vertrauensanwalts. Die abschließende Stellungnahme erfolgt jedoch durch die Botschaft.

Die Kosten für eine anwaltliche Urkundenüberprüfung berechnen sich pro Urkunde und richten sich nach der Region, in der die Urkunde ausgestellt wurde.

Bitte beachten Sie, dass eine Urkundenüberprüfung in der Regel drei bis vier Monate in Anspruch nimmt.